|

 |
Marc
Gesang, Gitarre |
MARC
SEINE 25 PLATTEN FÜR DIE INSEL (wenn der Engelking
sich schon nicht beschränken kann… naja 5 weniger aus
Respekt vor Jochens überlegener
Sammlung)
1.
Ryan Adams – Heartbreaker (2000)
Der
Mann ist für mich einfach so was wie ein Mozart der Singer
/ Songwriter. Ob alleine oder mit Band, ich habe noch nichts Schwaches
von ihm gehört.
Bei der Produktivität ist natürlich die Auswahl des Albums
schwer. Aber mit dieser Platte hat er mich eingefangen und nie mehr
losgelassen.
2.
Alkaline Trio – From Here to Infirmary (2001) Emotion
und Druck, besser in Punkrock verpackt als das jede Emocombo könnte. Die Band bekommt seit der letzten etwas poppigeren und
noch melodramatischeren Platte „Crimson“ endlich einen
Teil der Aufmerksamkeit, der ihr gebührt. Doch schon mit dieser
Platte war mir klar: Das sind echte Helden.
3.
Bright Eyes – I’m Wide Awake, It’s
Morning (2005) Manchen
Leuten wird das Talent eben in die Wiege gelegt. Connor Oberst ist so
einer. Mit Anfang 20 solche Songs zu
schreiben ist für
mich immer noch ein unbegreifliches Phänomen. Diese Platte ist
ein einziger Rausch, ein musikalischer Höhenflug und fließt
einem rein wie Honig.
4.
The Bronx –The Bronx (2004) Was
anmutet, wie ein Gangstaprojekt, ist in Wahrheit eine der druckvollsten,
straightesten, energiereichsten,
mitreißendsten, lautesten, rauesten
Punkrockplatten,die ich je gehört habe. Wem diese Platte nicht
angenehm in den Arsch tritt, der weiß einfach nichts von Rock
and Roll.
5.
Calexico – Feast
of Wire (2003) Calexico
sind einfach die weltbeste Hintergrundmusik. Schwül,
groovig, staubig, sexy. Die Wahl des Albums ist dabei eher beliebig.
6.
Cursive – Cursive’s
Domestica (2000) Wenn
ich auch ansonsten nicht so auf musikalische „Kunstwerke“,
also komplexe Konstrukte stehe, so ist dieses doch einfach beeindruckend
verzweifelt, mitreißend bis zuletzt. „The Radiator Hums“ wird
immer einer meiner absoluten Favoriten bleiben.
7.
The Descendents – Milo Goes to College (1990) Die
Ramones fand ich schon immer scheißlangweilig, (Höre
ich da jemand „Blasphemie“ rufen?!) Dann doch viel lieber
Milo und seine Jungs. Am liebsten frühe Werke.
8.
Gin Blossoms – New Miserable Experience (1992) Es
waren nur zwei Platten, die diese countrygefärbte Collegerockband
gemacht hat. Aber die bedeuten mir sehr viel. Kann man eigentlich immer
hören.
9.
P.J. Harvey – To Bring You My Love (1995) Die
Frau ist einfach genial wahnsinnig, kompromisslos emotional, schmerzhaft schön. Das Album markiert für mich den eindeutigen Höhepunkt
ihrer Kunst.
10.
The Hives – Tyrannosaurus Hives (2004) Man
mag von den Jungs ja halten was man will. Ich halte dieses Album
für das knackigste Rockalbum aller Zeiten. Kein Scheiß.
Keine Schwachpunkte. Nur Energie und das alles direkt aus der Hüfte
geschossen in einer halben Stunde. „See Through Head“ wird
mir wohl noch beim millionsten Anhören eine Gänsehaut verschaffen.
11.
Jimmy Eat World – Bleed American (2001) Das
Beste aus ihren Emozeiten, nämlich
die Melodien haben sie sich auf dieser Platte erhalten, aber statt
Wischiwaschigitarren geht
es hier richtig druckvoll zu. Darf in keiner Rocksammlung fehlen.
12.
Lucero – That
Much Further West (2004) Eine
relativ unbekannte Alt.Country/Rock Band. Doch was für großartige
Songs, die der Sänger da mit seiner Reibeisenstimme hervorpresst. „Tears
Don’t Matter Much“, wie wahr, wie wahr…
13.
The Mountain Goats – We Shall All Be Healed (2004) The
Mountain Goats, das ist eigentlich nur einer: John Darnielle, ein
kauziger Singer/Songwriter, der nicht als solcher
bezeichnet werden
will. Poesie und Brillanz dieser Songs sind für mich unübertroffen.
14.
Morphine – Good (1993) Manchmal
hat man das Gefühl, diese unglaublich Band sei ein paar
Jahre nach Mark Sandmans Tod schon in Vergessenheit geraten. Nicht
bei mir. Two-String-Slide-Bass, Saxophon, jazziges Gedrumme und dieser
unglaublich ruhige, charmant-erzählende Bariton. Es gibt keine
bessere Musik für die Liebe…
15.
Nirvana – In
Utero (1993) Ich
bin da einfach Indie ;-) und nehme mir heraus, dass mir das Werk des
sterbenden Kurt am besten gefällt, bei allem Respekt für
Nevermind.
16.
Led Zeppelin III (1994) Ich
könnte nie ohne
Jimmy, Robert, John Paul und Bonzo auf eine Insel. III wegen der
Country-Einlagen.
17.
Tool – Aenima (1996)
Gott,
was habe ich diese Jungs geliebt für ihren Druck, ihre
Dramatik, ihre Aggressivität und ihre musikalischen Fähigkeiten,
die nie zum Selbstzweck verkamen. Ich tu es immer noch. 18.
Portishead – Portishead (1997) Habe
länger überlegt, ob die Platte hier erwähnt werden
muss und bin zu dem Schluss gekommen: Auf jeden Fall. Nie hatte TripHop – ein
Begriff der ja nachher für jeden Mist missbraucht wurde – mehr
Stil, mehr Schneid, mehr Gefühl, mehr Kunst und ganz sicher keine
bessere Sängerin.
19.
The Pixies – Surfer Rosa (1988) Ich
gehöre eben zu denen, für die diese Band und insbesondere
diese Platte unschätzbaren Wert hatten. Sie haben mich den unerträglichen
Armen des Rittermetals entrissen und mir ein bisschen Distanz zum Headbangerlager
verschafft, indem sie mir gezeigt haben, dass man pure Energie auch
ohne Doublebass vermitteln kann. Und das war gut so, bei aller Liebe.
20.
The Promise Ring – Very Emergency (1999) Einmal
der Emo-Falle entronnen machte diese Band die Platte ihres Lebens zwischen
Powerpop, Rock und Poesie.
Für mich waren sie
nie besser.
21.
Spoon – Girls
Can Tell (2001) Diese Pop-Genies aus Texas kennen leider viel zu wenige. Angesichts
ihrer Einzigartigkeit ist das eine Schande.
22.
Townes Van Zandt – Live At The Old Quarter,
Houston, TX (1973)
Ein
Querschnitt durch das wundervolle Repertoire dieses großen
Songschreibers. Nur er allein und seine Gitarre. Knapp zwei Stunden
gebanntes Zuhören und Aufsaugen der Stimmung können Wunder
bewirken.
23.
The Stereo – Three Hundred (1999) Drei
Platten lang machte diese Band im Schatten von Weezer ihren sog. Powerpop.
Weezer sollten meiner Meinung nach
wünschen, sie hätten
dieses Album selbst gemacht.
24.
The Weakerthans – Left and Leaving (2000)
Warum
nur haben die Jungs bisher nur drei Platten gemacht? Diese hier ist wohl
der bisherige Höhepunkt ihres Schaffens. Intelligente,
einfühlsame Rockmusik mit Popeinschlag und Biss.
25.
Tomte – Hinter
all diesen Fenstern (2003) Mittlerweile
gefallen mir ja einige deutsche Sachen gut, doch diese Jungs haben den
größten Anteil daran. Was für
eine schlaue, romantische, weltumarmende Platte!
Bonus-Platte:
Alice in Chains – Facelift
Da war noch mehr Hardrock drin als in „Dirt“. Und da
steh ich zu…
|