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Jochen
Gesang,
Gitarre
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JOCHEN
SEINE 30 PLATTEN FÜR DIE INSEL (weil er mit
10 natürlich
nicht auskommt und auch viel mehr Platten als die anderen hat)
1.
Radiohead – O.K.
Computer (1997)
Unglaubliche
Tiefe und Verzweiflung. Einfach mal wieder sehr spät
und sehr laut „Climbing up the walls“ anhören!
2.
Pink Floyd – The
wall (1979)
Ich
steh´ auf Pathos!!! Außerdem war das meine erste Pink-Floyd-Platte
damals und ich fühlte mich beim Hören sauwohl mit meinem Weltschmerz
und Selbstmitleid. Aber auch heute noch unverzichtbar für mich.
Außerdem das beste Kitsch-Gitarrensoli weltweit auf „comfortably
numb“!
3. Nirvana - Nevermind (1991)
Da
muss ich ja wohl nix zu schreiben ... außer vielleicht: ich stehe
voll auf und zu Nevermind, das ist und bleibt ein echtes Jahrhundertalbum
und ich muss jetzt nicht unbedingt total "indie-indie" sein
und "Bleach" oder "In Utero" besser finden, nur weil "Nevermind" weltweit
in 87,3% aller Plattenregale steht (und das bestimmt auch ganz schön
oft zwischen Robbie Williams und Pur)
4.
Slayer - Seasons in the abyss (1990)
Für
mich persönlich das Meisterwerk meiner Krachhelden!
O.K., „Reign in Blood“ ist natürlich der Klassiker,
aber „Seasons in the abyss“ bringt die bösen, kleinen
Horrormelodien noch schöner raus, ist ´ne Spur poppiger
(ich oute mich da klar als Band-Popper) und außerdem länger
(Hell awaits ist ja schon nach nicht mal ner halben Stunde vorbei … da
ist man gerade warm-gebangt und schon Schluss?). Außerdem ist
mit dem Titeltrack die größte Slayer-Hymne ever drauf!
5.
Tom Waits – Swordfishtrombones
(1983) Ich
geb´ jetzt mal ein bisschen an … ich hab´ alle
Tom Waits – Platten! Ehrlich! „Swordfishtrombone“ ist
so ein bisschen der Brückenschlag (Hach, was für ein schönes
Wort!) zwischen dem eher traditionellen Blues-/Jazz-Sound seiner frühen
Phase und der experimentellen (teilweise) Unhörbarkeit seines
zweiten Lebens. Schön schräg, Zirkusmusik, aber noch gut
hörbar!
6.
Black Sabbath – Paranoid
(1971) Böse, verrückt, psychedelisch! Super Stücke,
die besten Gitarrenriffs und danach die schlechtesten Gitarrensoli
aller Rockplatten.
Und: der beste Ozzy, den es jemals gab!
7.
Angry Samoans – Back
from Samoa (1981) Meine
erste Hardcore-Liebe. Schnell, hart, witzig, herrlich dilletantisch.
Eine ganz andere Seite
der Angry Samoans gab Mitte der 80er dann die
EP „Yesterday started tommorrow“ preis: schöne Gitarren-Schrämmel-Popsongs.
Spartipp: alles von den Angry Samoans gibt´s auf dem „unboxed
set“.
8.
Fehlfarben – Monarchie
und Alltag (1980) Meine
einzige deutschsprachige Platte in dieser Liste. Diese Platte ist
der Grund, warum ich mich überhaupt traue, deutsche Texte
zu schreiben. Melancholisches Gitarrengedängel und darüber
ein zutiefst alltagsweiser, sprechsingender Peter Hein. Lieblingssongs: „Grauschleier“, „Das
sind Geschichten“, „Paul ist tot“. Nur das unsägliche „Ein
Jahr (es geht voran)“ ging weder damals noch heute!
9.
Beatles – White
album (1968) Wenn
ich mich schon für eine Beatles-Platte entscheiden muss,
dann für diese. Oder doch lieber Sgt.Pepper´s? Oder … ?
10.
The Smiths – Meat
is murder (1985) Ich
finde immer noch fast alles von den „Schmidts“ gut.
Aber ich kann ja nicht hier „Best of Vol.1 + Vol.2“ in
die Liste schreiben. Ich wähle „Meat is murder“ von
1985, weil da ihr bestes Stück „How soon is now“ `drauf
ist.
11.
Judas Priest – Unleashed
in the east (1979) Genau!
Die “Live-Platte” mit den vielen overdubs und Simon
Phillips am Schlagzeug. Beim Mittelteil von „Victims of changes“ krieg´ ich
immer noch Gänsehäute!
12.
Ramones – It´s
alive (1979) War
meine erste von vielen Punkrockplatten. Die hab´ ich – glaube
ich – 1980 für 10 DM (sic!) auf Vinyl gekauft, zu Hause
aufgelegt und nach dem Anfangsknistern dann: „One-two-three-four“.
Alle ihre Klassiker schön rauh und immer ein bisschen zu schnell
gespielt. Geil!
13. Miles Davis - Kind of Blue (1959) Meine
einzige Jazzplatte in dieser Liste. Sehr stimmungsvoll, meist ruhig,
reduziert, eher
traditionell. Unglaubliche Band-Besetzung!!!
Ich mach jetzt lieber Schluss, sonst häng´ ich hier gleich
den "Pseudo-Jazz-Experten" `raus und Ihr müsst alle
vomieren!
14.
Massive attack – Mezzanine
(1998) Hey,
das ist ja meine einzige elektronische Platte in der Liste?! Aber
was für ein atmosphärisches, schleppendes Dröhn-und-wabber-Ding!
Auch wenn Trip-Hop bald 10 Jahre vorbei ist: immer noch toll! (Wartet
mal, muss ich nicht noch das Portishead-Debut in die Liste packen?)
15.
John Frusciante – Shadows
collide with people (2004) Der
Mann ist besessen! Und beseelt!!! 6 Platten in 6 Monaten! Vieles
davon ist gut, aber nicht
alles Championsleague. Richtige Dauerbrenner
bei mir sind halt das abwechslungsreiche „Shadows collide with
people“ und das akkustische Album „Curtains“. Beim
Hören der Solosachen merkt man erstmal, warum die Peppers heute
so klingen, wie sie klingen. Das liegt in erster Linie an Signore Frusciante.
16.
Alice in Chains – Dirt
(1992) Traurig,
traurig: der Sänger, die Band, die Songs. Herrlich traurig
und träge. Und was für eine Stimme!!!! Meine Lieblingssongs
(wie fast immer die Balladen): „Rooster“ und „Would?“
17. David Sylvian - Secrets of the beehive (1987) Ruhige,
manchmal leicht jazzige “Lieder” von einem großen
Songwriter und Sänger.
18.
Soundgarden – Badmotorfinger
(1991) Schwierige
Entscheidung zwischen „Superunknown“ und „Badmotorfinger“.
Ich nehme „Badmotorfinger“: wegen der Songs „Outshined“ und „Jesus
Christ Pose“.
19.
Jeff Buckley – Grace
(1994) Ein
wenig pathetisch, manchmal weinerlich. Großartig vor allem
dann, wenn Herr Buckley ganz sanft und leise wird. Schade, dass er
ertrunken ist.
20.
Elliot Smith – XO
(1998) Meine
liebste Singer-/Songwriter-Platte. Schön, traurig, zerbrechlich.
Auch dieser Herr meinte, leider schon von uns gehen zu müssen.
21.
Iron Maiden – The
number of the beast (1982) Ja,
der Nils hat in seiner Liste ja schon „Killers“ von
1981, da kann ich das ja nicht auch noch mal in meiner Liste aufführen. „The
number of the beast“ hat ja auch den besseren Sänger! Ätsch!
22.
Electric Light Orchestra – Out
of the blue (1977) Ja,
richtig, das ist mein Ernst! Meine erste selbst gekaufte Platte (eigentlich
nur wegen des
geilen Raumschiff-Bastel-Sets, das dazugehörte).
Eine herrlich kitschige Pop-Platte. Ich mag die Songs heute noch, auch
wenn ich mich vor 10 Jahren noch nicht getraut hätte, das zuzugeben.
Eine Jugendsünde mit langer Halbwertzeit!
23.
Grandaddy – The sophtware slump“ (2000) Für mich das beste Album dieser angeschrägten Indie-Kapelle.
Ich mag ja auch die Flaming Lips und Sparklehorese und und und … aber
irgendwann muss diese Liste ja auch zu Ende sein!
24.
Pearl Jam – Ten
(1991) Ich
kauf´ mir zwar immer noch alle neuen Pear Jam –Platten
und bleibe auch Fan. Leider dennoch: besser als auf ihrem Debut waren
sie nachher nie wieder!
25.
Talk Talk – Spirit
of Eden (1988) Talk
Talk sind für mich ganz große Meister der gepflegten
Traurigkeit und ich finde es leider unerträglich, dass das WDR2-Musik-Nazi-Diktat
immer noch täglich dafür sorgt, dass jeder mit dieser tollen
Band nur noch 80er-Schmonzetten, wie „Such a shame“ in
Erinnerung bringt. „Spirit of Eden“ war der Schritt zwischen
dem gerade noch poppigen Album „The colour of spring“ und
der völlig freien, abgefahrenen Soundcollage „Laughing Stock“ von
1991.
26.
Faith no more – The
real thing (1989)
Ich
mag ab dieser Platte eigentlich alles von FNM! Eine Wahl zu treffen
ist schwer … die Platten nachher waren teils düsterer, abgefahrener
und vor allem sicherlich besser produziert. Trotzdem: Das hier war
Mike Pattons und auch mein Faith No More – Debut! Und übrigens:
Finger weg von den beiden Platten davor! 27.
Mercury Rev – All
is dream (2001) Kann
man das Horror-Indie-Pop nennen? Ich muss da immer an einen Soundtrack
zu s/w-Filmen denken.
Schräg und lieblich … und auch schräg.
28.
Johnny Cash – American
III: Solitary man (2000) Meine
Quoten-Country-Platte. Herr Cash ist der dunkelste, magischste, autistischste
(oder hieß das authentischste?) aller Mainstream-Country-Hansel.
Deshalb find ich es nur gerecht und gut und KEINESFALLS „verräterisch-nicht-mehr-geheimtippmäßig-und-total-anti-indie-und-punkrockmäßig-voll-uncool“,
dass der alte, kranke Mann am Ende seines Lebens noch mal so viele
und auch junge Menschen erreicht hat (Gott, klingt ja wie auf ´nem
Kirchentag!). Also: die american recordings sind eigentlich alle gut,
ich wähle No.3, wegen der Cover-Version von Will Oldham´s „Can
I see darkness“!
29.
Red Hot Chili Peppers – Blood
Sugar Sex Magic (1991) Klar,
muss bei unserer Rumfrickel-Stilmix-Vergangenheit in meine Liste
auch ´ne Peppers-Platte! Ich nehme diese, auch wenn ich „Californication“ eigentlich
genauso gut finde!
30.
Kyuss – Welcome
to sky valley (1994) Das
ist ein sehr grooviges Hardrock-Album. Am Besten gefallen mir jedoch
die ruhigen Passagen.
Und trotzdem bin ich froh, dass es Kyuss
nicht mehr gibt, denn nur so konnte es die Queens of the Stone Age
geben … und die find ich gut!
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